DER UMZUG

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Wir ziehen um!

Hurra! Endlich ist es so weit, wir beziehen heute unsere neue Wohnung in der Stadt. Eine Neubauwohnung mit Fernheizung. Keine Kohlen mehr aus dem Keller holen und keine Asche mehr wegbringen! Und ein eigenes Zimmer für mich! Super!

Unser Umzug war wieder mal eine große Katastrophe. Während die Nachbarn ganz elegant mit einem Möbelkoffer vorfuhren und auch jede Menge Umzugshelfer hatten, wollte Papa wieder mal alles alleine hinkriegen. Wir sind mindestens zehnmal mit unserem total überladenen Trabi gefahren und zu allem Überfluß platzte beim Abladen auch noch ein Koffer auf und verstreute seinen Inhalt auf dem Bürgersteig. War das ein Spaß für Dackel Waldi!

Mir aber hat’s erst mal gereicht, ich habe meine Eltern alleine weiterwurschteln lassen und unseren neuen Nachbarn zugeschaut. Thomas aus der dritten Etage reparierte das Hinterrad seiner Simme, wobei ihn Yvonne aus der vierten ständig vollquatschte. Sie wollte wohl heute noch ihm zum Baggersee. Mädels eben…

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Herr Meier aus dem Erdgeschoß war gerade dabei, seinen Trabi wieder instand zu setzen. Er hatte endlich die begehrten Ersatzteile für seine Tür bekommen und war so froh darüber, daß er sogar meine guten Ratschläge ertrug. Aber ich glaube, er war mindestens genauso froh, als er die Jungs aus meiner Klasse mit ihrer Fuhre Altstoffe um die Ecke kommen sah. Denn mit denen mußte ich mit. Flaschen, Gläser, Altpapier waren stets gut geeignet, um die Klassenkasse aufzubessern und den Pionierauftrag zu erfüllen.

Eine kleine Geschichte, die sich hier im Maßstab 1:87 so oder so ähnlich zugetragen haben könnte. Klein ist auch die Fläche, auf der sich das Geschehen zugetragen hat, die Grundfläche des Dioramas mißt nur 20 x 20 cm. Für die Neubaublockkulisse wurde ein Bausatz aus dem Modellbahnsortiment angepasst, umgestaltet und teilweise mit Inneneinrichtungen versehen. Die beiden Trabis der Firma Herpa und mussten einige Veränderungen über sich ergehen lassen. Dachgepäckträger und Radkappen sind Ätzteile, die Zierstreifen und auch die Türpappe des Universal entstanden am Computer. Der völlig überladene Klaufix am Trabant ist ein Kleinserienmodell. Die Szene ist nicht etwa der Modellbauphantasie entsprungen, sondern sie wurde genau so beobachtet.
Der W50 ist ein Serienmodell mit einem Kofferaufbau aus einer Kleinserie. Er wurde geöffnet, um die Entladung darstellen zu können. Die Figuren und die Möbel stammen aus dem Modellbahnsortiment und haben auch einige Änderungen erfahren. Die Möbelträger sind beispielsweise umgeschulte Müllmänner.

Das S50 ist ein 3D-Druck-Modell, farblich behandelt und mit demontierten Hinterrad bildet es den Mittelpunkt der kleinen Reparaturszene.