DKW F9-Sportwagen

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DKW F9-Sportwagen in einer Sonderausstellung im Museum fĂŒr sĂ€chsische Fahrzeuge Chemnitz

Großer Bahnhof im Chemnitzer Fahrzeugmuseum. Am 19. Mai 2020 ließen es Presse und Fernsehen sich nicht nehmen, die Ankunft des F9-Sportwagens zu dokumentieren, der an jenem Tag durch Frieder Bach, den MuseumsgrĂŒnder, in die Ausstellung ĂŒbergeben wurde. Seitdem kann der fertiggestellte Sportwagen in der Sonderausstellung besichtigt werden. Aufgrund der Corona-bedingten langen Schließzeiten des Museums ist geplant, die Ausstellung bis zum 31.07.2021 zu verlĂ€ngern.
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Der Anfang war eine Zeichnung von 1940, die Frieder Bach zufĂ€llig bei Recherchen fĂŒr eine Ausstellung im Museum fĂŒr sĂ€chsische Fahrzeuge Chemnitz e.V. entdeckte. Diese Zeichnung ließ den GrĂŒnder des Museums nicht wieder los, war sie doch die Skizze fĂŒr den letzten Sportwagen, den DKW unter dem Dach der Auto Union bauen wollte. Doch der Krieg verhinderte, daß es dazu kam. Mehr als 75 Jahre spĂ€ter fand Frieder Bach die Unterlagen des offenen Zweisitzers wieder. Begeistert von der Formschönheit des gezeichneten Wagens, entstand der Wunsch, das Auto zu bauen. Dank der theoretischen und praktischen Erfahrungen, die Frieder Bach ĂŒber die Jahre als Restaurator historischer Fahrzeuge gesammelt hat, konnte der DKW-F9-Sportwagen wieder zum Leben erweckt werden.
Nun steht der einmalige Sportwagen im Chemnitzer Fahrzeugmuseum und wurde der Öffentlichkeit damit zugĂ€nglich gemacht. Die Sonderausstellung “Fix voran mit Frontantrieb – 90 Jahre DKW-Rennwagen” zeigt darĂŒber hinaus auch, wie der sĂ€chsische Automobil- und Motorradhersteller DKW den Motorsport nicht nur als Testfeld fĂŒr neue Technologien nutzte, sondern auch als Marketingstrategie einsetzte.
Ab 1930 beteiligten sich das Werk und auch Privatfahrer erfolgreich bei verschiedensten Rennen. Mit speziellen Rekordwagen errang DKW im selben Jahr schon zwölf Weltrekorde. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurden in beiden Teilen Deutschlands, in der BRD unter DKW und in der DDR als IFA, die Zweitakter wieder erfolgreich im Motorsport eingesetzt.
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Gezeigt wird in der Sonderausstellung eine Auswahl an Werksrennern, Rekordwagen, privaten Sporteigenbauten und Kinderrennautos aus drei Jahrzehnten. Erstmalig zu sehen ist der Berlin-Rom-Sportwagen auf F9-Basis, der bei der Auto Union nur ein Projekt blieb und jetzt neu entstand.