DIE Wittower fähre auf rügen

Ikarus 55 und EMW 340 auf der Überfahrt

Urlaub auf Rügen, Campingplatz bei Dranske. Überfahrt mit der Wittower Fähre in den Inselnorden. Wie lange ist das her? Nun gut, die abgebildete Szene muß sich bereits vor einigen paar Jahren zugetragen haben. Der trajektierte Ikarus 55 scheint eine längere Reise hinter sich zu haben. Es handelt sich um die SU-Ausführung, erkennbar am Dachscheinwerfer. Er brachte eine Reisegruppe verdienter Werktätiger aus dem Ural nach Rügen. Das hat sich zumindest Sebastian Rothe gedacht, denn er gestaltete den Ikarus entsprechend um und lud ihn auf die Fähre. Das Fährschiff „Wittow“ entstand aus einem Resinbausatz. Dabei mußte dieser Bausatz einige Veränderungen über sich ergehen lassen. Beispielsweise modernisierte der Modellbauer das Ruderhaus, um das Modell in die vorgesehene Zeitepoche zu überführen. Eine geöffnete Tür und vor allem die hervorragende Farbgebung und Patina lassen das Modell sehr lebendig wirken. Auf einem Diorama mit Gießharzwassernachbildung in Szene gesetzt und mit einem passenden Hintergrund fotografiert, wirkt die Situation fast echt.

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Das Vorbild des Fährschiffes war von 1896 bis 1995 auf Rügen im Einsatz. Gebaut für das Trajektieren von Wagons der Rügenschen Kleinbahn wurden mit zunehmender Motorisierung vermehrt Kraftfahrzeuge übergesetzt. Nach der Stillegung der Nordstrecke der RüKB im Jahre 1968 blieb die Wittow nach wie vor im Dienst, nun ausschließlich als Autofähre. Die Gleise wurden entfernt. Auch heutzutage verkürzt die Wittower Fähre vielen Besuchern der Insel Rügen die Fahrstrecke in ihre Urlaubsquartiere, seit 1996 pendelt eine neue „Wittow“ zwischen den Anlegern Fährhof und Wittower Fähre.

Das alte Fährschiff „Wittow“ wurde zunächst in Barth museal ausgestellt. Seit 2012 gehört es dem Förderverein zur Erhaltung der Rügenschen Kleinbahn und wird nach und nach in einer Werft in Barth betriebsfähig aufgearbeitet.