Buchvorstellung: Wie die Stadt Chemnitz zu einem Fahrzeugmuseum kam 

16. Juli 2026 um 18.30 Uhr

Frieder Bach, der Gründer unseres Museums, hat erneut ein Buch mit dem Mironde Verlag herausgebracht. Dieses Mal widmet er es der Gründung des Fahrzeugmuseums. In seiner unterhaltsamen Art wird Frieder Bach mit vielen Fotos in seinen Erinnerungen kramen und natürlich auch gekaufte Exemplare signieren. 
Über das Buch: Frieder Bach (Jahrgang 1943) gehört zur Generation derer, die in jungen Jahren noch täglich mit Vorkriegsfahrzeugen Umgang hatten, da diese in der Nachkriegszeit viel länger als ursprünglich vorgesehen am Leben erhalten werden mussten.

Bach erlernte das KfZ-Handwerk und nahm staunend zur Kenntnis, wie in den 1970er Jahren aus den Vorkriegsfahrzeugen »Veteranen« oder »Oldtimer« wurden. Von den 1970er Jahren an traf er sich alljährlich mit Freunden der legendären Fahrzeugfirma DKW aus Zschopau in Granitz. Durch Siegfried Rauch und sein Buch »DKW- Geschichte einer Weltmarke« waren Frieder Bach die historischen Leistungen Jörgen Skafte Rasmussen bewusst geworden: die Einsicht, dass der Zweitaktmotor das logischste Form für Verbrenner-Motoren ist, die Revolutionierung des Zweitakt-Motors mit der Umkehrspülung und der Einführung des PKW-Frontantriebes.

Rasmussen hatte bereits schwächelnde Firmen, wie Schüttoff, aufgekauft. In der Weltwirtschaftskrise konnte allein Rasmussen und DKW die insolventen Firmen Audi, Horch und die Fahrzeugsparte der Firma Wanderer aufnehmen. Das neue Unternehmen mit Sitz in Chemnitz nannte sich »Auto Union AG« und verwendete vier Ringe als Firmenlogo. Die NSDAP-Landesregierung drängte Rasmussen jedoch 1934 aus dem Vorstand. 
Nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges und dem Verlust der Werkseinrichtung als Reparationsleistung, bauten die ehemaligen DKW-Beschäftigten in Zschopau 1945 die Motorradproduktion unter der Firmenbezeichnung »MZ« wieder auf. In den 1990er Jahren wurde auch hier die Produktion beendet. Die Zweitakt-Tradition wird seither von Besitzern kleiner KfZ-Werkstätten und Liebhabern weitergeführt. Frieder Bach konnte das wichtige technisch-technologische Erbe von DKW/Auto-Union durch Sammeln bewahren. Aus der Sammlung wurde 1995 ein Fahrzeugmuseum im Wasserschloss Klaffenbach. Infolge massiver Hochwasserschäden musste das Fahrzeugmuseum 2008 jedoch nach Chemnitz umziehen. In diesem Museum wird das DKW-Auto-Union-Erbe konzentriert. 

Eintritt: 8,00 € 
Wir bitten um eine Anmeldung über post@fahrzeugmuseum-chemnitz.de, da nur eine begrenzte Anzahl von Teilnehmerplätzen verfügbar ist.
Foto 1: Frieder Bach. Foto: Paik Jahnscheck 
Foto 2: Cover des Buches „Wie Chemnitz zu einem Fahrzeugmuseum kam“. Bild: Mironde-Verlag

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